Donnerstag, 3. September 2009

Donnerstag, 02.08.2009

Okay. Heute war nicht grade der berauschenste Tag- Schule ist viel zu langsam vergangen. Naja.


Eine Bemerkung, die hat mich heute aus der Bahn geworfen. Ich denke den ganzen Tag nicht, an das was letzte Woche passiert ist, und alle versuchen mich aufzumuntern. Dadurch gehts mir gut. Und dann frage ich Kyra (meine beste Freundin) im Matheunterricht, wie das und das geht, und dann meint mein Mathe und auch Klassenlehrer : Tamara, kannst du wiederholen, was ich gesagt habe? ich : Nein. Er : Die Erignisse der letzten Wochen könnt ihr auch später bequatschen.


1. Ich habe sie was zu Mathe gefragt, und ihr gestern schon alles erzählt. Sie ist meine beste Freundin, natürlich erzähle ich es ihr direkt.


2. Er hat das so gesagt als wär das ein kurzer spaßiger Trip gewesen, den ich ihr jetzt mit Freuden berichten müsste.


Mir ist die entwürdigende Eigenschaft aufgelegt, dass ich immer weinen muss, wenn ich sauer bin, und ich war sauer. Konsequenz: ich hab geweint.


Und dann habe ich noch weiter geweint, weil ich an meinen Opa und all das denken musste. Es war einfach zu schrecklich und der Mistkerl erinnert mich dran.


Normalerweise ist er nett, aber manchmal macht der Bemerkungen, die unter aller Sau sind.


Ich habe ihn den Rest der Stunde nicht mehr angeschaut.


Arsch.





Und jetzt der Beschluss des Tages:
Ich werde weiter leben und das ohne Trauer.



1. Mein Opa hätte das schonmal nicht gewollt.


2. Jetzt im Moment ist es nicht so schlimm für mich, weil ich ihn ja hier in Deutschland eh nicht gesehen habe, sondern immer nur, wenn ich in Spanien war, das macht es für mich lecihter ihn nicht zu vermissen.


Die Tränen und die Verzweiflung werden erst zurückkehren, wenn ich in Spanien an seinem Grab bin und er nicht da ist. Ich hoffe, dass ich bis dahin gelernt haben werde, damit umzugehen.


Nocheinmal so zu weinen wie am Tag seines Todes und am Tag seiner Beerdigung kann ich mir nicht leisten, und ich möchte das auch nicht.


Ich denke einfach daran, dass er immer irgendwie bei mir ist. Mein Opa.





Heute habe ich außerdem meine Oma zum Flughafen gebracht. Ehrlich gesagt ist sie meine Lieblingsoma, quasi. Ich liebe sie über alles, so wie meine Eltern, aber das kommt auch daher, dass ich als Kind oft mit ihr zusammen war und heute auch noch, im gegensatz zu meiner Oma, die ich fast nie sehe, da sie in Spanien wohnt und die etwas kalt ist und nicht so sehr Gefühle zeigt. Ich denke auch, dass ich nicht grade ihr Lieblingsenkelkind bin, aber das weiß ich schon lange und habe mich damit abgefunden. Ich denke, sie liebt mich trotzdem.


Ich hatte mit ihr ein paar schöne Momente letzte Woche, die ich nicht vergessen werde. Sie zeigte mir ihre liebevolle Seite, die ich egentlich noch nie zu Gesicht bekommen habe. Ich hoffe, dass ich sie nocheinmal so erleben werde. Sie ist nicht meine Lieblingsoma, aber ich liebe sie trotzdem unheimlich.





All das kann ich so locker sagen, weil ich die besten Freunde der Welt habe! Freunde, die mich lieben, sich um mich sorgen gemacht haben und immer für mich da sind. Sowas ist nicht selbstverständlich.


Hiermit nocheinmal einen großen Kuss an : Kyra, Luisa, Sophie, Marco, Meho, Marcelli Laura und Isa, die sich schon direkt gefragt hat, warum ich nicht zur Schule gekommen bin. Normalerweise mache ich nicht so viel mit ihr und sie gehört nicht zu meinen besten Freundinnen, aber sie ist toll :-)
Danke an euch.









Hier nocheinmal mein geliebter Opa. Ein Schnappschuss des letzten Jahres.








ich liebe Dich.



So, dann bis morgen ihr Lieben, xoxo

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